Google Wave hat mich gewaved – Vollends gläsern?

Nun ist die Tranformation zur vollständigen Verglasung fast vollzogen, gestern bin ich “gewaved” worden.
Wer es noch nicht kennt, Google Wave ist ein neuer Dienst von Google, der den E-Mail-Verkehr oder umfassender gesagt die elektronische Kommunikation zwischen Menschen weiter vernetzen soll. Manche sehen darin eine Mischung aus Twitter und Facebook.
- Übrigens, das südkoreanische noch ausgereiftere Pendant dazu heißt naver, und ist dort schon seit einigen Jahren etabliert, Google benutzt dort keiner -

Solche Dienste mögen zwar Spaß machen und auch ihr Existenzrecht haben, nur sollte man sich immer darüber im Klaren sein, dass immer jemand mitlesen kann, dass alles gespeichert wird, dass aus allen eingegebenen Informationen in Sekundenbruchteilen ein Nutzerprofil erstellt werden kann (welches sich vielleicht mit dem eines Randgruppenmenschen, eines Kranken, eines Terroristen, eines Homosexuellen, eines Ausländers, eines Kinderschänders etc. deckt. Was dann passieren kann, wenn es zufällig passt, manipuliert wurde oder gar tatsächlich der Wahrheit entspricht, kann man sich je nach aktuell herrschendem Regim ausmalen.)

Naja, jedenfalls bin ich jetzt in der Wave und werde sie mir auch anschauen, weil ich mich nie auf ein Vorurteil verlasse und erst wirklich objektiv sein kann, wenn ich selbst wenigstens ein Mal versucht habe. Grundlegend ist trotzdem Vorsicht geboten, da solche Netzwerke auch einen hohen Suchtfaktor haben.

Edit: Achja, mit “gewaved” meine ich, dass ich in das Netzwerk eingeladen wurde. Google praktiziert diese PR-Masche, um die Leute noch neugieriger auf das neue Produkt zu machen, das sorgt für reichlich Tratsch und die Neuheit verbreitet sich wesentlich schneller im Netz. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Portal bis zur vollständigen Öffnung noch hier und da verbessert werden kann.

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